Die Weihnachtsgeschichte des BNI-Chapters Jaspis 
Die Weihnachtsgeschichte kennt jeder. Aber was wäre passiert, wenn es damals schon BNI gegeben hätte?
Eines vorweg: Kaiser Augustus, der die Volkszählung anordnete, konnte kein BNI-Mitglied gewesen sein, denn dann hätte er im ganzen Land ein funktionierendes Netzwerk zur Verfügung gehabt. So hätten Maria und Josef nicht nach Bethlehem kommen müssen, sondern sie hätten sich ganz sicher an ihrem Wohnort eintragen lassen können.
Aber angenommen, der Zimmermann Josef wäre BNI-Mitglied im Chapter Jaspis gewesen… dann wäre die Weihnachtsgeschichte vermutlich so verlaufen:
Maria hoch schwanger und ihr Mann Josef standen damals für den selbst erarbeiteten Mittelstand. Sie hatten sie es zu bescheidenem Wohlstand gebracht, denn seine Zimmerei lief gut. Josef lieferte sehr gute Arbeitsqualität und hatte daher eine gute Auftragslage. Und weil er regelmäßig bei Martin Schubert seine kommunikativen Fähigkeiten trainierte, machte er aus zufriedenen Kunden begeisterte Kunden. So waren die Geschäftsaussichten rosig und sie beschlossen, nicht mit dem Esel nach Bethlehem zu reiten, sondern im Reisebüro Maier eine Zugfahrkarte zweiter Klasse zu buchen und das Ganze mit einem Kurzurlaub in Bethlehem zu verbinden. Besonders leicht fiel ihnen die Entscheidung für den Zug, weil sie ein paar Tage zuvor eine beträchtliche Steuerrückzahlung erhalten hatten, die ihr Steuerberater Werner Frenzel durch sein großes Know How für sie herausgeholt hatte. Zudem hatten sie erst kürzlich eine längst abgeschriebene Forderung eines zahlungsunwilligen Kunden auf ihrem Konto vereinnahmen können. Marion Kremer von Forte Inkasso hatte sie beim Schuldner für sie erfolgreich kassiert.
So packten Maria und Josef ihr Bündel und machten sich auf zum Bahnhof. Und als sie ein paar Schritte gegangen waren, drehten sie sich noch einmal um, um ihre Zimmerei mit der Wohnung im Dachgeschoß noch einmal zu betrachten:
Ein stattliches Holzhaus, taubenblau lasiert und mit einer reich verzierten Eingangstür. Josef hatte das Haus selbst gebaut. Und doch hatte er bei einigen Spezialarbeiten Unterstützung seiner Freunde von BNI erhalten: so war die Sanitärinstallation von Thomas Landshammer eingebaut worden. Dieser hatte es sich auch nicht nehmen lassen, den beiden eine Solaranlage auf das Dach zu montieren, um damit Warmwasser und Heizung zu speisen. Denn Thomas wollte auf keinen Fall, dass das Baby, das Maria erwartete, kalt baden und frieren müsse. Das Baby sollte es warm und kuschelig haben. Fliesenlegermeister Paul Listl hatte heimischen Naturstein im Wohnbereich, auf der Terrasse, in der Werkstatt und bei der Zuwegung verbaut. Und Josef wusste: wenn meine Enkelkinder einmal dieses Haus übernehmen, dann ist der Steinbelag noch so gut wie heute. Stefan Keil, der Elektromeister, hatte sich ebenso ins Zeug gelegt und der Werkstatt eine Elektrik verpasst, was nun für jene Zeit wirklich nicht an der Tagesordnung war. Aber die Elektrik war wichtig. Hatte doch Josefs Freund Thomas Kufer sämtliche Prozesse in der Zimmerei optimiert und ihm zum Einsatz von CNC-Fräsmaschinen geraten. Dadurch war Josef in der Lage, eine Qualität anzubieten, mit der er jeden Mitbewerber übertraf. Nur so hatte er seinerzeit überhaupt die nötige Liquidität, um diese schöne taubenblau lasierte Zimmerei zu bauen und auszustatten. Und jetzt stand Josef da, auf dem Weg zum Zug und schaute auf sie. Und schaute auf das beleuchtete Firmenschild, das ihm sein Freund und Druckerei-Inhaber Karlheinz Scholz gemacht und montiert hatte. Das Schild war etwa 5 x 2 m groß und aus langlebigem Material hergestellt. Der Aufdruck war nicht einfach irgendwie, sondern von Josefs Grafikerin Moni Rose, der Grafikerin unter den Rosen, professionell gestaltet. So war dort sein einprägsames Firmenlogo aufgedruckt, das beim Format 5 x 2 m genau so gut wirkte, wie auf den von Karlheinz auf feinsten Diplomatenkarton gedruckten Visitenkarten (die Josef natürlich in größeren Mengen mit sich führte).
Der Anblick ihrer schönen Werkstatt war für Maria und Josef immer wieder etwas Besonderes und erfüllte sie mit Stolz. Denn früher hatten sie nur eine kleine Wohnung, die auch als Werkstatt diente. Doch Immobilienmakler Paul Schmidmaier hatte diese Wohnung für sie zu einem guten Preis verkauft. Zudem hatte er einen Vertrag ausgehandelt, dass sie noch darin wohnen bleiben durften, bis die neue Werkstatt fertig gebaut war.
Josef und Maria rissen sich los vom Anblick ihrer schönen, taubenblau lasierten Werkstatt und machten sich auf zum Bahnhof.
Auf dem Weg trafen sie einen Mann aus dem Ort, den greisen Jakob. Jakob klagte ihnen sein Leid, denn er hatte an einem seiner letzten Zähne - fürchterliche Zahnschmerzen. Er hatte ihnen früher einmal übel mitgespielt und erst aufgehört, als Josefs Rechtsanwalt und Freund Christian Litke ihn sachlich, aber juristisch brillant in die Schranken gewiesen hatte. Deshalb waren sie zunächst unschlüssig, ob sie Jakob überhaupt helfen sollten. Aber als sie ihn so sahen, wie er litt, da hatten sie Mitleid und empfahlen ihm, sich doch umgehend an den Zahnarzt Dr. Pascal Black zu wenden. Von Pascal wussten sie, dass er jedem ohne Ansehen der Person die bestmögliche Behandlung zu teil werden lässt.
Und so zogen sie guten Gewissens weiter zum Bahnhof. Im Zug hatten sie vom Reisebüro Maier reservierte Plätze, so dass sie es sich schnell bequem machen konnten. Sie unterhielten sich über die bevorstehenden Tage und waren voller Zuversicht, dass die Reise nicht nur für die notwendige Volkszählung gut war, sondern auch eine schöne Erholung vom Alltag werden würde.
Die Zugfahrt war lang und so loggte sich Josef noch einmal kurz mit dem Notebook in seinen Firmencomputer ein. Nicht dass Josef sonderlich begabt gewesen wäre. Aber Jürgen Fink hatte ihm mit seiner Handwerkersoftware und der ganz individuellen Beratung alles so eingerichtet und gezeigt, dass Josef spielend damit umgehen konnte. Übrigens: als Desktop-Bild war auf seinem Notebook ein professionelles, vom Fotografen Tom Trenkle erstelltes Foto. Es zeigte seine über alles geliebte Maria (stehend vor seiner über alles geliebten taubenblau lasierten Werkstatt).
Als Maria und Josef schließlich in Bethlehem ankamen, waren gigantische Menschenmassen unterwegs. Alle wollten zur Volkszählung und viele der armen Teufel hatten kein Quartier gebucht und wussten nicht, wo sie übernachten sollten. Da wurde ihnen erst klar, welchen Wert die von Frau Maier reservierte Herberge hatte. Der Wirt, übrigens ebenfalls BNI-Mitglied, begrüßte sie herzlich und zeigte ihnen ihr helles, lichtdurchflutetes Zimmer im Erdgeschoß mit Gartenterrasse und Blick auf Wiesen und Wälder.
Maria und Josef hatten noch kaum ihr Bündel ausgepackt, da kamen bei Maria die Wehen. Und wieder war es der Wirt, der über seine örtlichen BNI-Kollegen im Handumdrehen eine Hebamme und einen Arzt organisierte, die sich um Maria kümmerten. Und sie gebar einen Sohn. Und sie wickelte ihn in Windeln und sie legten den Kleinen zu sich ins Bett, unter warme Decken in einem schönen Zimmer. Lars Biehl hatte den beiden noch verschiedene Aloe-Vera-Salben mitgegeben, die sie nun gut brauchen konnten. Und auch wenn Josef nichts zu sich nehmen konnte, so trank Maria das CYL, das ihr Johannes Wegner aus Herrsching extra mit auf den Weg gegeben hatte, um schnellstmöglich wieder zu Kräften zu kommen.
Zu späterer Stunde erschienen Hirten auf der Gartenterrasse vor ihrem Zimmer, um ihnen ihre Unterstützung und Hilfe zuzusichern. Und als Maria und Josef den BNI-Pin an ihren Gewändern sahen, da lächelten sie und freuten sich.
Paul Schmidmaier, 15.12.2008
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